Autobiografie eines Priesters

254 Seiten. Leinen. Auflage: 2 Exemplare.

Aufgewachsen in einer gut katholischen Familie im Rheinland, muss sich N. als Kind im nationalsozialistischen Deutschland behaupten. Mit 17 Jahren wird er zum Kriegsdienst eingezogen, kommt aber durch einen Zufall nicht an die Front. Nach einem Luftangriff auf seine Heimatstadt entfernt er sich eigenmächtig von der Truppe, um sich nach dem Schicksal seiner Familie zu erkundigen. Er entgeht der Todesstrafe. Im alliierten Jugendgefangenenlager beschließt er, Priester zu werden und tritt in den Dominikanerorden ein.

Mit dem Priester habe ich mich im Verlauf von circa zwei Wochen zu mehreren Interviews getroffen. Er hat sehr konzentriert und sehr strukturiert erzählt. Ich hatte den Eindruck, dass er seine Lebensgeschichte, die sehr umfangreich geraten ist, im Geiste schon parat hatte, als wir uns trafen. Übrigens: Das Bild, das ich hier unten anfüge, zeigt weder mich noch meinen Gesprächspartner. Sondern es ist ein so genanntes Symbolfoto, das eine Szene aus einem Kloster auf der griechischen Insel Kreta zeigt. So ähnlich könnten wir bei unseren Interviews allerdings auch ausgesehen haben.

Foto: Rolf Brecher / flickr.com / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)