Serie mit nachträglich kolorierten Fotos aus Großbritannien

Die britische Daily Mail bringt eine schöne Serie von nachträglich kolorierten Fotos aus Großbritannien lädt ein, in eine Vergangenheit einzutauchen, die vielleicht nicht so gut war, wie sie auf en Bildern erscheint.

Foto: Kimon Froussios / flickr.com / CC BY 2.0

Die Online-Ausgabe der britischen Zeitung Daily Mail hat eine Serie von Fotos aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts veröffentlicht, die sehenswert ist. Die nachträglich kolorierten Fotos sind sehenswert, weil sie die jeweilige Szene viel plastischer machen als die originalen Schwarz-Weiß-Aufnahmen es je gekonnt hätten. Zu verdanken haben wir die Serie dem Historiker und Journalisten Dan Snow.

Angeblich zeigt die Serie »die Unschuld und Einfachheit vergangener Tage«, doch das ist natürlich nicht richtig. Sie ist nämlich zwar einerseits berührend, weil sie hilft, die Vergangenheit zu vergegenwärtigen, an die man sich zu erinnern glaubt. So sehr sie das auch tut, so deutlich macht sie aber auch andererseits, wie hart und ungerecht es in Großbritannien zuging: Es war eine Klassengesellschaft, die in zwei Weltkriege verwickelt war: hier Slumbewohner, die ihre Würde auferchterhalten, dort obszöner Reichtum der Oberklasse auf der Pferderennbahn. Oder die Bilder aus den beiden Kriegen: Jubelnd werden Soldaten begrüßt, im Schützengraben sitzen Schotten (mit Rock), ein Frau und ihr Kind im Kinderwagen tragen Gasmasken. Auch wenn die Abgebildeten oft gut gelaunt sind und die Szenerie idyllisch ist, so bleibt bei vielen Bildern ein gewisses Unbehagen zurück. So gut war die Zeit nicht.

Es lohnt sich aber in jedem Fall, einen Blick auf die Serie zu werfen. Dan Snow hat übrigens noch weitere Bilder koloriert, die die Daily Mail in zwei Folgen gebracht hat. Auch hier lohnt es sich, sie anzugucken.

Bitte beachten Sie: Das Foto zu diesem Artikel stammt nicht aus den beschriebenen Serien.

 

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