Treffen der Landsmannschaft Ostpreußen in Mecklenburg-Vorpommern

Traditionen pflegen, an die alte Heimat erinnern, an der Versöhnung arbeiten – das ist nach Meinung der Gäste beim Treffen der Landsmannschaft Ostpreußen in Schwerin das Recht und die Pflicht der Vertriebenen.

Dom und Altstadt von Schwerin
Dom und Altstadt von Schwerin. Foto: Ввласенко / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Am Wochenende trafen sich in Schwerin rund 2.000 Besucher zum 22. Landestreffen der Landsmannschaft Ostpreußen in Mecklenburg-Vorpommern. Dort traten als Redner unter anderem Litauens Botschafter in Deutschland Darius Jonas Semaška und der evangelische Bischof Hans-Jürgen Abromeit auf. Semaška ermunterte die Vertriebenen und ihre Nachkommen, weiterhin ihre Traditionen zu pflegen und ihrer Heimat zu gedenken. Abromeit betonte die Notwendigkeit der Versöhnung.

Ein Grußwort steuerte Birgit Gärtner bei, die Staatssekretärin im Justizministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist. Sie bezeichnete das »reiche, geistige und kulturelle Erbe aus Ostpreußen, Geschichten, Brauchtum, Volkskunst, die Sprache und die Lebensart«, die in der DDR nur im Geheimen gepflegte worden seien, als »unschätzbaren Wert«. »Es ist gut, dass heute mahnend an das Leid und das Unrecht, das Vertriebenen widerfahren ist, erinnert wird.«

Darüber hinaus appellierte sie an die Versammelten, »weiterhin Brückenbauer der Verständigung und der friedlichen Aussöhnung zwischen den Völkern« zu sein. Zugleich jedoch mahnte sie, nicht die Ursache für die Vertreibung zu vergessen, die in den Verbrechen der Nationalsozialisten zu suchen sei. »Gerade heute, wo sich unsere Demokratie kräftig gegen rechtsradikales Gedankengut zur Wehr zu setzen hat, darf das niemals vergessen werden.«

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