Bücher über die Heimat – Anregung zum Erzählen

Der Heimatverein Losheim hat drei Seniorenresidenzen Bücher mit historischen Ansichten der Heimat geschenkt. Die Bewohner greifen gerne zu den Büchern – und fangen an zu erzählen.

Bahnhof Losheim
Der ehemalige Bahnhof Losheim, Hellenthal. Foto: Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Drei Altenheimen in Losheim am See (Saarland) hat der Losheimer Heimatverein jeweils rund 50 Bücher und Broschüren im Wert von 400 Euro geschenkt, mit denen Leseecken für die Bewohner eingerichtet worden sind. Ziel der Maßnahme ist es, die Senioren zum Stöbern und Schmökern anzuregen und ihr Gedächtnis durch die Erinnerung an vergangene Zeiten aufzufrischen.

»Gerade für demenzkranke Leute sind solche Bücher ein Stück Heimat«, erklärt Thorsten Sprengart, der Leiter des Seniorenheims Residenz. Die Reaktion der Bewohner zeigt ihm, dass die Bücher mit historischen Ansichten eine belebende Wirkung haben. Beispielsweise erzählt eine 93-Jährige: »Das hier ist der damalige Bahnhof. Da bin ich lange eingestiegen, weil ich nach Merzig in die Schule gefahren bin.«

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Hubert Schommer, ist mit seiner Aktion zufrieden. Er hat zwar bemerkt, dass die Bücher nicht bei allen denselben Zuspruch finden. Das ist aber seiner Meinung nach verständlich, weil nicht alle Bewohner in Losheim aufgewachsen sind und daher keine Vergleiche zwischen damals und heute ziehen können. Aber wenn sie aus Losheim stammen, berichtet er, »geht es los, dass die Leute erzählen, auch aus ihrer Kindheit.«

Foto: Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

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