»Bank der Erinnerungen«: Videos auf memoro.org hochladen

Die Generation der 60+ kann ihre Erinnerungen auf Video bannen und auf memoro.org hochladen. Die internationale Plattform ist 2016 mit einem Preis ausgezeichnet worden.

Foto: Screenshot

Vor rund zehn Jahren ist in Italien ein Online-Portal ins Leben gerufen worden, das Erinnerungen für die Nachwelt festhalten soll. »Memoro – Bank der Erinnerungen«, heißt es, und es hat sich inzwischen auch in mehrere Länder ausgebreitet, unter anderem nach Deutschland. Auf memoro.org kann jeder, der älter 60 Jahre ist, Filme mit seinen Erinnerungen zu bestimmten Themen hochladen.

»Die Stimme, Gesichter, Mimik und teils auch die Gestik sind ein Hauptbestandteil der erzählenden Person und ihrer Erzählungen«, erläutern die Macher der Website die Vorzüge ihres Ansatzes der online-gestützten »oral history«. »Audio erlaubt uns noch weiter in die Vergangenheit zu gehen und Stimmen der Menschen zu hören, welche zum Teil nicht mehr unter uns sind. Aufgenommene Stimmen sind wichtige und wertvolle Erinnerungen.«

Um seine eigenen Geschichten beizutragen, bedarf es nicht viel: Man braucht eine einfache Kamera – Smartphone genügt – und eine Erinnerung, die man teilen möchte. Einfach in fünf bis zehn Minuten erzählen, hochladen, fertig. Eine Redaktion prüft das Video und fügt Schlagworte und dergleichen hinzu, und schon ist die Geschichte online. Jeder Nutzer kann mehrere Geschichten erzählen und hochladen.

Memoro ist 2016 mit dem »Goldenen Internetpreis« in der Kategorie »Jung und Alt – gemeinsam online« ausgezeichnet worden.

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